Früherkennung

 

Als 1. Große Anzeigetafel , dass mit einem Tier etwas nicht in Ordnung ist, dient das Fell.
Ein gesundes Tier hat seiner Rasse entsprechend kräftiges, glänzendes Haar mit gut ausgeprägter Farbe.
Die Haarstruktur ist nicht gesplisst oder gebrochen. Das Haar sitzt fest in der Haut. Haarausfall gibt es nur in der Fellwechselzeit im Frühjahr und im Herbst.
(geringer Haarverlust z.B. beim Bürsten ist normal).
Jede Art von Verfärbung, stumpfes, brüchiges Fell oder fettig aussehendes, oder trotz Pflege filzendes Fell und extrem starker Geruch des Tieres, sowie sich neu entwickelnde Wirbel im Haar oder Veränderung der Lage des Haares ( z.B. über den Rippen legt sich das Haar nach oben ), sind nicht normal.
2) Juckreiz
Jedes Tier kann sich 1 – 2 x tägl. an einer beliebigen Körperstelle kratzen, jedoch häufiges Kratzen, scheuern, beknabbern und an Gegenständen reiben ist auffällig und nicht normal.
3) Wesensänderung
Als Tierhalter kennt man seinen Begleiter und wer sich immer gut um sein Tier kümmert und es auch beobachtet wird recht schnell merken, wenn sich sein Verhalten ändert. z. B. Wenn das Tier sehr ruhig wird oder auffällig viel schläft,
nicht mehr spielt oder herum tollt, andere Spielgefährten meidet und Rückzugverhalten zeigt. Oder wenn das Tier übermäßig Aktiv wird und viel Nervosität zeigt. Wenn es nachts unruhig ist oder gewohnte Schlafstellungen verändert ( z.B. sich nicht mehr auf den Bauch legt).
Auch plötzlich aggressiv oder ängstlich werden bei sonst ausgeglichenen Tieren zeigt, dass etwas nicht stimmt.
Natürlich gehört auch auffälliges Fressverhalten dazu, sowie zu viel oder zu wenig trinken. Aber auch, wenn sich eine plötzliche Gier oder Abneigung auf etwas bestimmtes aufnehmbares einstellt ( z.B. Erde fressen, eigenen Kot fressen, kein Fleisch mehr fressen, Metall belecken, Holz fressen usw. ).ist dies eine Anomalie.

4) Die Augen
Sind sie klar, lebhaft alles verfolgend ? Oder sind sie gar Blut unterlaufen, mit gelblichen oder weißem Sekret in den Bindehäuten. Ist das 3. Augenlid = Nickhaut im zur Nase gelegenen Augenwinkel sichtbar, eventl. gerötet oder verdickt.
All das wären Anzeichen für eine Erkrankung.
5) Maul-Ohren
Schüttelt der Hund ab und zu den Kopf oder kratzt an den Ohren, hat er starken Maulgeruch oder gerötetes geschwollenes Zahnfleisch. Bei diesen Symptomen braucht er ebenfalls schnelle Hilfe.
6) Haut
Hat das Tier an irgend einer Körperstelle schuppige Haut oder gar ein feuchtes oder trockenes Ekzem.
Beknabbert er sich die Pfoten oder juckt es ihn am Schwanzansatz, hat er Hautrötungen oder Pickel, fühlt man Verhärtungen in oder unter der Haut - auch hier sind dies Symptome, die auf eine innere Erkrankung schließen lassen. Ebenso wie anhaltender Durchfall, viel Blähungen, häufiger Urinabgang und Verfärbung des Kotes oder des Urins.
 
Was ich jetzt beschrieben habe sind einige auffällige Symptome die sich hauptsächlich äußerlich leicht erkennen lassen. Je früher hier reagiert wird um so geringer kann sich die Erkrankung ausbreiten.
Alle Symptome haben eine Ursache und die liegt meist im Körper, die äußerlichen Zeichen verraten dem geschulten Therapeuten aber bereits in welcher „Ecke“ er zu suchen hat, denn der Körper hat eine Sprache und die spricht er über die so genannten Segmentfelder.

z.B.
Am Tier fällt noch nichts weiter auf, außer gerötetem Zahnfleisch.
Dies sind äußere Hautzonen, die mit einem bestimmten inneren Organ korrespondieren.

Der geschulte Therapeut wird bereits dieses Symptom sehr ernst nehmen, denn die Aussage des Körpers berichtet ihm, dass die Entgiftung über die Nieren nicht richtig funktioniert. Die Ursache dafür muss schnell gefunden und abgestellt werden ( meist liegt sie in falscher, zu eiweißhaltiger Ernährung). Das erste Segmentfeld ( Zahnfleisch / Maul ) hat reagiert.
Wird dies nicht beachtet schreitet die Stoffwechselüberlastung fort, ein weiteres Segmentfeld wird reagieren z.B. Juckreiz an der Schwanzwurzel oder knabbern an den Hinterpfoten wird dem Besitzer auffallen.
-Wer das weiß kann reagieren und den Therapeuten um Hilfe bitten -.
Wird dies nicht beachtet, wird sich das Tier an den Pfoten und an der Schwanzwurzel blutig beißen und andere Segmentfelder werden noch dazu reagieren (Augen / Ohren).
Die Erkrankung schreitet fort.
Es nutzt hier nichts nur die lokalen Symptome zu behandeln. Die Ursache muss beseitigt werden und zwar je früher um so besser, denn im Körper werden Kettenreaktionen ausgelöst, da das System in einander greift und die Reaktionen werden immer heftiger.
Wenn der Tierhalter aber weiß, was Auffälligkeiten sind und sie zu deuten weiß, gibt es gute Chancen chronische Krankheiten zu vermeiden.
Bericht von:

Petra Mumme
Therapeutin für Naturheilverfahren

bei Tieren

Mainz, den 10.06.2008